Wenn Gelenke bei jeder Bewegung schmerzen

Bei abgenutzten Gelenken kommt es zu einer Arthrose, die mit erheblichen Schmerzen verbunden ist

Knochen und Gelenke altern ebenso wie der gesamte Mensch mit zunehmendem Alter. Je nach Beanspruchung können früher oder später Schmerzen auftreten. Sind die Gelenke abgenutzt entsteht eine Arthrose. Ebenso nimmt die Knochendichte im voranschreitenden Alter ab und bei manchen Menschen wird die Erkrankung Osteoporose diagnostiziert. Jedoch auch Fehlhaltungen, ein falscher Gang, Sport, ein Unfall oder ein Beruf mit übermäßiger Belastung können ursächlich für Gelenkschmerzen sein. Primär werden konservative Therapien genutzt, um die Beweglichkeit zu fördern und den Schmerz zu lindern. Hilft keine konservative Therapie mehr und der Schmerz dominiert das Leben, steht ein Ersatz des Gelenkes an. Bevor eine Endoprothese in Betracht gezogen wird, sollten unbedingt alle anderen möglichen Therapien ausgeschöpft sein.

Endoprothetik, was ist das?

Endo von griech.: endo „innen“ und Prothese das Implantat, das dauerhaft ein geschädigtes Gelenk im Körper ganz oder teilweise ersetzt. Künstliche Gelenke stehen für Schulter, Ellbogen, Knie, Hüfte, Sprunggelenk und Finger zur Verfügung. Diese körperfremden Ersatzgelenke, die vollständig in den Körper eingebracht werden, nennt man Endoprothesen oder auch Gelenkersatz. Die heutige  Medizin bietet unterschiedliche Endoprothesen und Vorgehensweisen bei der Operation an. Die Köpfe, Pfannen, Schäfte usw. der Implantate werden aus unterschiedlichen Materialien angeboten, sodass auch Implantatsallergien berücksichtigt werden können.

Für die Operationen stehen Roboter, minimalinvasive, geringinvasive und konventionelle Operationstechniken, mit und ohne computergesteuertes Navigationssystem, als auch unterschiedliche Verankerungsmöglichkeiten der Prothesen zur Wahl. Sowohl das richtige Implantat als auch die Operationstechnik werden individuell auf jeden Patienten abgestimmt. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Patienten bespricht und plant der Operateur den Eingriff. Dabei müssen die Vorteile überwiegen und die Risiken so gering wie möglich gehalten werden, damit für den Patienten die bestmögliche Therapie verfolgt werden kann. In den Gesprächen erfährt der Patient ebenfalls die geplante postoperative Weiterbehandlung. Angefangen von der Mobilisierung durch erfahrene Physiotherapeuten bis zur Anschlussheilbehandlung, die Rehabilitation, die das Entlassmanagement der Klinik gemeinsam mit dem Patienten organisiert. Derzeit halten Prothesen zwischen 10 und 25 Jahren, bevor eine Revision/Austauschoperation notwendig werden könnte.

Endoprothetische Versorgung an der Juraklinik und an der Steigerwaldklinik

An der Juraklinik Scheßlitz und an der Steigerwaldklinik Burgebrach ist die endoprothetische Versorgung von Hüft-, Knie- und Schultergelenken sowohl bei Gelenkverschleiß (Arthrose), als auch bei Knochenbrüchen ein Kernbereich. Das Spektrum beinhaltet auch Austauschoperationen (Revisionen) bei gelockerten Kunstgelenken, bis hin zum Knochenteilersatz bei Defekten. Die Patienten werden von Anfang an durch umfassende Informationen intensiv in die Behandlung mit eingebunden. Die Operationen werden von ausgewählten kompetenten Ärzten, auch in Zusammenarbeit mit Kooperationsärzten, durchgeführt.

Chefarzt Dr. med. M. Biedermann in der Juraklinik und der Leiter des Schwerpunktes Orthopädie Dr. med. F. Ertl in der Steigerwaldklinik stehen bei allen Fragen persönlich zur Verfügung. Die Kliniken streben eine Zertifizierung zum EndoProthetikZentrum in 2021/22 an.

Juraklinik Scheßlitz Tel.: 09542 779
401 und Steigerwaldklinik
Burgebrach Tel.: 09546 88 210