
Bei einem erholsamen Urlaub kann gemeinsam neue Kraft getankt werden.
Die meisten Menschen mit Demenz werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Doch die Mehrfachbelastung durch Beruf, Familie und Pflege lassen kaum Zeit für private Bedürfnisse der pflegenden Familienmitglieder. Ausreichende Erholungsphasen sind also wichtig für die Angehörigen, um die eigene Gesundheit zu erhalten. Sie verbessern aber auch nachhaltig die Qualität der häuslichen Pflege. Immer mehr Urlaubsangebote sind deshalb speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zugeschnitten.
Eine allgemeine Empfehlung, ob Angehörige besser alleine verreisen oder den Urlaub gemeinsam mit dem Demenzkranken verbringen sollen, gibt es nicht. Pflegende Söhne oder Töchter zeigen oft das Bedürfnis, alleine zu verreisen. Eheleute hingegen äußern häufig den Wunsch zum gemeinsamen Urlaub. Sie legen dann aber großen Wert auf eine Entlastung durch eine professionelle Unterstützung vor Ort.
Wenn sie diese vier Punkte checken, dann wird aus ihrer Pflege-Auszeit ein erholsamer Urlaub:
(1) Planen sie Ihren Urlaub frühzeitig, damit die Organisation der fortlaufenden Pflege während ihrer Abwesenheit gesichert ist.
(2) Überlegen sie genau, welche Art von Erholung sie benötigen. Suche sie eher die Ruhe oder sind sie überzeugter Aktivurlauber? Je präziser sie ihre Bedürfnisse erfüllen, umso erholsamer gestaltet sich ihr Urlaub.
(3) Erkundigen sie sich beim Anbieter welche speziellen Entlastungsangebote genau für die Angehörigen zur Verfügung stehen, welche Betreuungsangebote sich an die demenzkranken Begleiter richten und in welchem Ausmaß professionelle und ehrenamtliche Helfer zur Verfügung stehen.
(4) Machen sie sich schlau bei einschlägigen Beratungsstellen wie den Fachstellen für pflegende Angehörige über Arten der Entlastungsangebote und finanzielle Hilfen. So unterstützen die Pflegekassen eine sogenannte Kurzzeitpflege für die Zeit des Urlaubs bis zu vier Wochen.
Alles schon gecheckt? Dann ab in den wohlverdienten Pflegeurlaub!
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