Stress im Alltag – Die unterschätzte Belastung

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Oftmals führt Stress direkt zu Kopfschmerzen – lernen Sie mit unseren Tipps, wie Sie dem Vorbeugen können

Immer mehr Menschen leiden unter Stress. Dieser kann sowohl psychische als auch körperliche Folgen haben, es sind sowohl Erschöpfung und Schlafstörungen als auch Rückenschmerzen ohne klare organische Ursache möglich. Der psychische Druck kann muskuläre Blockaden verursachen, Haltungsfehler können den Effekt verstärken. Zu wenig Sport, Tätigkeiten die meist im Sitzen stattfinden und sich immer wiederholende Bewegungen können den Bewegungsapparat  belasten.

Stress kann dabei die Schmerzwahrnehmung verringern, so dass wir Fehlstellungen nicht wahrnehmen. Fällt nun der Stress ab spüren wir die durch die Fehlstellung verursachten Schmerzen. Schädlich ist vor allem der chronische Stress, kurzzeitiger Stress in Verbindung mit einer Ruhephase kann durchaus positiv sein. Ist man vermehrt im Stress, geraten der Sympathikus, der Stressnerv, und der Parasympathikus, der Ruhenerv, aus dem Gleichgewicht. Um dem Stress entgegenzuwirken gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Yoga kann den Parasympathikus anregen und damit einen Entspannungsimpuls auslösen. Werden die Übungen regelmäßig ausgeführt, kann man die eigene Belastbarkeit erhöhen. Ist man für einen „normalen“ Kurs zeitlich nicht flexibel genug, bieten sich Onlinekurse an. Auch Meditation, die immer beliebter wird, kann ein Mittel zur Stressbewältigung sein. Sie verändert die Hirnströme und führt zu mehr Alpha- und Thetawellen, was auf Entspannung hinweist. Kontrollierte Atmung ist auch ein mögliches Werkzeug um seinen Gefühlszustand positiv zu beeinflussen. Bauchatmung wirkt sich auch auf das vegetative Nervensystem aus, entspannt und verringert den Stresszustand. Diese Übung kann praktisch überall durchgeführt werden. Durch verlängerte Atemzüge wird die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessert.

Durch einen Steh-Sitz-Schreibtisch kann der Rücken trotz viel Arbeit entlastet werden. Das Arbeiten im Stehen sorgt auch für mehr Bewegung am Arbeitsplatz. Feste Uhrzeiten, an denen man im Stehen arbeitet, beugen zu viel einseitiger Belastung vor und verbessern die Konzentration. Hat man schon Rückenschmerzen kann man mit einem ärztlichen Attest die Kosten für einen solchen Steh-Sitz-Schreibtisch erstattet bekommen. Neben Ruhepausen ist auch Bewegung nützlich. Sie hilft Stresshormone abzubauen und regt den Stoffwechsel an. Glückshormone werden ausgeschüttet und helfen auch gegen Stress. Schon ein zügiger Spaziergang in einem nahegelegenem Park oder Wald kann die positiven Wirkungen auslösen.Sebastian Kneipp machte auch auf die positive Wirkung des warmen Wassers aufmerksam. Durch ein warmes Bad lassen sich nicht nur Spannungen in den Muskeln reduzieren, es wirkt auch Stressabbauend. Dabei sollte das Wasser nicht zu warm sein, optimal zwischen 36 und 38 Grad. Auch Lachen trägt dazu bei Stresshormone abzubauen, Glückshormone freizusetzen und negative Gedanken zu vertreiben.

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