Universität Nürnberg will Senioren fit machen

Im Alter körperlich und geisitg fit zu bleiben steht bei vielen Deutschen ganz oben auf der Wunschliste.

Im Alter körperlich und geisitg fit zu bleiben steht bei vielen Deutschen ganz oben auf der Wunschliste.

Der Traum der ewigen Jugend: Forscher aus der Universität Nürnberg sind ihm auf der Spur. Mit Hilfe einer Studie möchten sie beweisen, dass Altern nicht untrennbar mit Begleiterscheinungen wie körperlichem Abbau oder dem Verlust von Muskelkraft verbunden ist. Für die Durchführung der Studie werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Raum Nürnberg gesucht. Das Profil der Studienteilnehmer erklärt die Universität so: „Gesucht werden Personen ab 70 Jahren, denen es mehr Mühe als früher macht, von einem Sessel aufzustehen, die seltener aus dem Haus gehen, die weniger körperlich aktiv sind oder rascher ermüden oder die bei körperlichen Belastungen im Alltag schnell außer Atem geraten. Zudem sollten die Teilnehmer noch im eigenen Haushalt wohnen – ganz gleich, ob sie dort Hilfe benötigen oder nicht.“

An der sogenannten SPRINT-T-Studie sind Forschergruppen in neun europäischen Ländern beteiligt. Europaweit werden circa 1500 Seniorinnen und Senioren teilnehmen. Hierzu haben die Wissenschaftler um PD Dr. Ellen Freiberger zwei unterschiedliche Programme gegen die Begleiterscheinungen des Alters entwickelt. Im ersten Programm trainieren die Senioren Ausdauer, Kraft und Gleichgewicht und bekommen eine individuelle Ernährungsberatung. Im zweiten Programm erfahren die Teilnehmer viel Wissen über Ernährung und Ausdauertraining in Vorträgen. „Wir sind sicher, dass die Teilnehmer von beiden Programmen profitieren“, sagt Ellen Freiberger. Denn die Forscher der Friedrich-Alexander Universität haben schon in ersten Untersuchungen zeigen können, dass die körperliche Leistungsfähigkeit im Alter durch angepasste Ernährung und Bewegung sehr lange erhalten oder sogar gesteigert werden kann.

Ziel der SPRINT-T Studie ist es, die für viele ältere Menschen bestehende Einschränkung der Mobilität zu verändern und den Erhalt der Selbstständigkeit zu fördern. Seniorinnen und Senioren, die an der Studie teilnehmen oder weitere Informationen dazu erhalten möchten, können sich an Dr. Ellen Freiberger unter Tel.: 0911/5302-96163 wenden.

Bildquelle:   Joujou / pixelio.de