Deutlich früher als üblich lassen die Frühblüher Allergiker deutschlandweit bereits schniefen und niesen. Begünstigt durch den milden Winter und den geringen Niederschlag in vielen Teilen Deutschlands, setzten Allergien gegen Hasel und Erle bereits im Dezember ein.
Doch wie kann man sich die Pollenflugzeit als Allergiker trotzdem möglichst angenehm gestalten? Und wie kommen die allergische Reaktionen im menschlichen Körper überhaupt zustande?
Zuerst beginnen die Frühblüher mit der Pollenabgabe. Im Laufe des Jahres verstärkt sich der Pollenflug, im April und Mai beginnen unter anderem Birke und Eiche zu blühen. Über den Wind werden die Pollen verbreitet. Gelangen Sie an die Schleimhäute werden Proteine freigesetzt, durch eine Abwehrreaktion des Körpers kommt es zu den Allergiesymptomen wie Husten, Niesen und verstopfter Nase. In ungünstigen Fällen kann es zu Magen-Darm-Problemen und Hautekzemen kommen. Betroffene haben manchmal auch Schlafstörungen und Depressionen. Je nachdem gegen welche Pollen man allergisch ist, treten die Symptome zu einer bestimmten Zeit im Jahr auf. Man kann allerdings auch gegen verschiedene Pollen allergisch reagieren, was im ungünstigem Fall dazu führen kann, dass man fast das ganze Jahr an den Symptomen leidet. Die Allergie kann jedoch therapiert werden, zum Beispiel in dem man den Kontakt mit den auslösenden Pollen vermeidet. Eine Möglichkeit hierzu ist zum Beispiel das Verreisen in eine Küstengegend. Die Symptome lassen sich auch medikamentös behandeln, unter anderem mit Antihistaminika.
Eine dauerhafte Therapie ist die Hyposensibilisierung, da sie nicht nur die Symptome lindert, sondern auch die Ursache bekämpft. Dabei wird zum Beispiel dem Patienten über längere Zeit der allergieauslösende Stoff gespritzt. Die Dosis wird Stück für Stück erhöht, um eine gewisse Immunität gegen den Stoff zu erlangen. Die Behandlung ist auch mit Tabletten oder Tropfen möglich, dabei werden Allergenextrakte eingenommen. Die erste Dosis wird normalerweise beim Arzt verabreicht, um bei einer heftigen allergischen Reaktion auf den Wirkstoff sofort handeln zu können. In der Regel sind die Nebenwirkungen jedoch gering und klingen – falls überhaupt vorhanden – schnell wieder ab. Die Therapie kann sich über mehrere Jahre erstrecken.
Bei der Behandlung ist die Hyposensibilisierung die beste Therapieform, da sie die Immunreaktion an sich bekämpft und nicht nur die Symptome wie Medikamente.
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